Die Charpy-Schlagprüfung wurde 1905 von Georges Charpy entwickelt, um die von einem Werkstoff beim Bruch absorbierte Energie zu bestimmen. Man stellte fest, dass mit sinkender Temperatur die Zugfestigkeit und Streckgrenze von Stahl zwar steigen, die Duktilität jedoch abnimmt, was zu sprödem und mitunter katastrophalem Bruch führt.

Ein Standard-Charpy-Test wird durchgeführt, indem ein 10 mm × 10 mm × 55 mm großes Prüfstück mit einer Kerbe an der gewünschten Bruchstelle versehen wird. Anschließend wird die Probe, typischerweise in einem flüssigen Medium, auf die vorgegebene Temperatur abgekühlt. Die Probe wird in die Prüfvorrichtung eingespannt, und ein Pendel schwingt, bis die Probe an der Kerbe bricht. Die Prüfmaschine berechnet die von der Probe absorbierte Energie, indem sie die Auslenkung des Pendels nach dem Bruch misst. Je geringer die Auslenkung, desto mehr Energie wurde absorbiert. Ein Charpy-Test besteht eigentlich aus drei Einzelmessungen; das angegebene Ergebnis ist der Mittelwert dieser drei Messungen.
Nachfolgend sind einige häufig geprüfte Festigkeitsklassen von Verbindungselementen und ihre jeweiligen Anforderungen an die Kerbschlagzähigkeit aufgeführt.
| Grad | Fuß-Pfund (Durchschnitt-Minuten) | Temperatur |
| F1554 Güteklasse 55 | 15 | +40F |
| F1554 Güteklasse 105 | 15 | -20 °F oder +40 °F |
| A320 Güteklasse L7 | 20 | -150F |
| A320 Güteklasse L43 | 20 | -150F |
Die ergänzende Anforderung S4 nach ASTM F1554 wird bei +40°F für die Verwendung mit Güteklasse 55 oder Güteklasse 105 und bei -20°F nur für die Verwendung mit Güteklasse 105 geprüft.
JM Hardware® Lagerbestand an Charpy-geprüften Rundstahlstangen in den Güteklassen F1554 55 und 105 sowie A320 Güteklasse L7. Spezielle Charpy-Prüfungen können auf Anfrage durchgeführt werden.
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